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Der Mensch verliert jeden Tag ungefähr einhundert Haare, sodass diese Tatsache kein Grund zur Beunruhigung gibt. Wenn allerdings die Haare büschelweise in der Bürste hängen bleiben oder über einen längeren Zeitraum vermehrt ausfallen, dann kann es sich um krankhaften Haarausfall handeln. Dagegen gibt es eine große Anzahl an Mittel, die gegen Haarausfall helfen sollen.

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Gibt es Tabletten gegen Haarausfall bei Männern?

Shampoos, Haarwasser, Nahrungsergänzungs- oder Arzneimittel, die Liste der möglichen Haarwuchsmittel ist lang (weitere Informationen hierzu: “Haarwuchsmittel Test und Vergleich” und “Was hilft gegen Haarausfall wirklich? Tipps gegen Haarausfall”).

Am einfachsten zu erwerben sind Lösungen mit Minoxidil, die direkt auf die Kopfhaut aufgetragen werden. Gängige Hersteller für die Haarwuchsmittel sind Regaine, Bayer, Alpecin, Vichy oder Crisan.

Doch wie sieht es mit Tabletten zum Einnehmen aus?

Tabletten stellen eine Darreichungsform dar, die sehr unkompliziert ist. Es gibt daher zahlreiche Medikamente gegen Haarausfall in Tablettenform. Sie enthalten den Wirkstoff Finasterid.

Mit Propecia steht ein Medikament gegen Haarausfall zur Verfügung, das einmal täglich oral eingenommen wird. Patienten benötigen eine kontinuierliche Behandlung von mindestens 3 Monaten, um eine effektive Wirksamkeit zu erzielen.

Daneben gibt es mit den Priorin Kapseln ein rein pflanzliches Präparat gegen Haarausfall, das aus dem Hause Bayer stammt. Darin enthalten sind wertvolle Mikronährstoffe wie beispielsweise Hirseextrakt oder Weizenkeimöl, die die Haarwurzel stärken sollen. Die Wirkung des Mittels ist dabei wissenschaftlich belegt.

Die Tabletten Avitale Haaraktiv Plus Vegi eignen sich insbesondere als Nahrungsergänzungsmittel für Veganer und Vegetarier. Avitale setzt dabei auf einen Wirkstoffkomplex mit 9 Inhaltsstoffen, wie beispielsweise Hirseextrakt oder Biotin.

Wirkung und Nebenwirkungen von Finasterid gegen Haarausfall

Die wirkungsvollsten Medikamente gegen Haarausfall bei Männern sind Präparate mit dem Wirkstoff Finasterid. Diese gibt es seit den späten 1990er-Jahren auf dem Markt. Bei den meisten Anwendern kann der Wirkstoff den Haarausfall drastisch bremsen und gleichzeitig träge Haarfollikel wieder auf Trab bringen.

Ursache für Haarausfall

Im Normalfall bildet der Körper aus Testosteron mit Hilfe des Enzyms alpha-5-Reduktase (Typ II) ein anderes Hormon: Das Dihydro-Testosteron bindet spezielle Androgenrezeptoren im Haarfollikel.

Dieser Vorgang löst bei Männern mit gewissen Gen-Faktoren eine Überempfindlichkeitsreaktion aus. In der Folge schrumpfen die Follikel, sie produzieren immer dünnere Haare und stellen schließlich ihre Leistung komplett ein. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf unserer Seite: “Androgenetische Alopezie bei Männern”.

Wirkung von Finasterid

Finasterid hemmt das Enzym alpha-5-Reduktase, sodass deutlich weniger Dihydro-Testosteron gebildet wird. Die Haarfollikel können ihre Arbeit wieder aufnehmen. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf unserer Seite: “Finasterid Wirkung – Wie schnell wirkt Finasterid nach Einnahme?”.

Finasterid 1mg gegen Haarausfall

Einnahme der Medikamente

Die Tabletten werden einmal täglich eingenommen, wobei keine Mahlzeit notwendig ist. Das Medikament wurde für Männer entwickelt, die schon früh mit stärkerem Haarausfall zu kämpfen haben, deren Follikel in der Kopfhaut aber noch, wenn auch reduziert, aktiv arbeiten.

Anwendungsdauer

Bereits bei beginnendem Haarverlust kann mit einem Finasterid Präparat entgegengewirkt werden. Die Ergebnisse sind bei regelmäßiger Anwendung dann nach drei bis sechs Monaten fühlbar und sichtbar. Nach etwa einem Jahr kann man endgültig über den Therapieerfolg urteilen (s. auch Finasterid Vorher & Nachher: Finasterid Erfolge).

Da die Wirkung von Finasterid nur bestehen bleibt, solange das Präparat eingenommen wird, sollte auf eine regelmäßige Anwendung geachtet werden. Wird das Medikament abgesetzt, stellt sich der Haarausfall wieder ein.

Nutzen und Risiko

Finasterid Präparate sind Medikamente, die erst nach ärztlicher Verschreibung und sorgfältiger Abwägung von Nutzen und Risiken eingenommen werden dürfen. Wie bei allen Medikamenten können auch bei Finasterid Präparaten Nebenwirkungen auftreten.

Unser Tipp: Finasterid rezeptfrei kaufen

Die Online Behandlung bietet Patienten eine sichere und diskrete Alternative, Finasterid mit Online Rezept zu bestellen. Hierzu genügt die Beantwortung einiger Fragen des Online Fragebogens, welcher vom Arzt geprüft wird. Nach Feststellung der Eignung für Finasterid wird das Online Rezept ausgestellt und das Medikament an Ihre Wunschadresse versendet.
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Nebenwirkungen

Dazu zählen insbesondere eine verringerte Libido sowie Erektionsstörungen oder die Verringerung des Ejakulatvolumens. In Einzelfällen kann es zu einer Gynäkomastie (Vergrößerung der Brustdrüse) kommen. Ebenso steht noch immer im Raum, ob durch die Einnahme von Finasterid ein erhöhtes Risiko für männlichen Brustkrebs besteht oder die Fruchtbarkeit verringert wird.

Dauer der Nebenwirkungen

Die Finasterid Nebenwirkungen verschwinden meistens noch während der Einnahme oder spätestens, wenn das Medikament abgesetzt wird. In Einzelfällen können die Nebenwirkungen auch nach dem Absetzen des Medikaments weiterhin bestehen.

Arztbesuche

Die Einnahme von Finasterid Präparaten sollte bei jedem Arztbesuch angegeben werden. Zur Früherkennung von Prostatakrebs wird in Routine Blutuntersuchungen der sogenannte PSA-Wert gemessen, der wichtige Hinweise auf eine mögliche Erkrankung in der Prostata liefert (s. auch Benignes Prostatasyndrom (Prostatavergrößerung)). Bei Anwendern von Finasterid sind diese PSA-Werte im Blut allerdings künstlich niedrig.

Finasterid und Kinderwunsch

Da nicht abgeklärt ist, inwiefern der Wirkstoff die Fruchtbarkeit der Männer beeinflusst, sollte bei Kinderwunsch unbedingt auf eine Einnahme von Finasterid verzichtet werden. Die Substanz, die auch in der Samenflüssigkeit nachgewiesen wurde, kann ab einer bestimmten Dosis sogar schädlich für einen Fötus sein. Dies kann sich sogar auf eine bisher unerkannte Schwangerschaft in der Anfangsphase auswirken.

Erfahrungen mit Tabletten gegen Haarausfall

Auch wenn die Wirksamkeit in Studien nachgewiesen werden kann, entscheiden in der Regel die Anwender über den Nutzen und die Wirksamkeit der Medikamente. Betrachtet werden hier zwei Medikamente mit Finasterid. Das bekannteste Medikament in Tablettenform ist Propecia (s. auch Propecia Erfahrungen: Erfahrungsberichte mit Propecia).

Die Wirksamkeit wird von den Anwendern mit 7,6 von 10 möglichen Punkten bewertet. Auch die Anwendung schneidet mit 7,6 von 10 möglichen Punkten bei den Anwendern gut ab. Allerdings gibt es bei der Verträglichkeit deutliche Abstriche. Insgesamt geben allein 28% der Nutzer an, einen Verlust der Libido beobachtet zu haben.

Erfolge von Finasterid Propecia

Aus diesem Grund bekommt die Verträglichkeit lediglich 4,6 von möglichen 10 Punkten. Dadurch schneidet auch das Preis-/Leistungs-Verhältnis mit 4,4 von möglichen 10 Punkten eher schlecht ab.

Da die Nebenwirkungen doch relativ häufig und einschränkend sind, geben die Anwender der Kategorie Empfehlung lediglich 4,1 von möglichen 10 Punkten. Weitere Erfahrungen zu Finasterid erhalten Sie auf unserer Seite “Finasterid Erfahrungen: Wie wird Finasterid bewertet?

Ein weiteres Medikament mit Finasterid ist Proscar, das in Kapselform erhältlich ist. Ähnlich wie Propecia wird auch die Wirksamkeit von Proscar mit 7,4 von möglichen 10 Punkten gut bewertet. Die Anwendung der Kapseln fällt mit 6,3 von möglichen 10 Punkten etwas schlechter aus als bei den Tabletten.

Obwohl bei 30% der Anwender ein Verlust der Libido aufgetreten ist, bewerten sie die Verträglichkeit mit 7,5 von möglichen 10 Punkten. Entsprechend besser fällt das Preis-/Leistungs-Verhältnis mit 6,8 von möglichen 10 Punkten aus. Daher ergeben sich für die Empfehlung 6,7 von möglichen 10 Punkten.

Sind Tabletten gegen Haarausfall verschreibungspflichtig?

In Deutschland steht die sichere Anwendung der Arzneimittel im Vordergrund. Daher werden die Medikamente in freiverkäufliche, apothekenpflichtige und rezeptpflichtige Medikamente unterteilt. Verschreibungspflichtige Medikamente bedürfen einer ärztlichen Überwachung und können daher nur nach Verschreibung eines Arztes erworben werden.

Medikamente mit dem Wirkstoff Finasterid weisen, wie bereits bemerkt, unerwünschte und teils starke Nebenwirkungen auf. Da sie nicht nur die Libido verringern können, sondern auch schlimmere Nebenwirkungen verursachen können, dürfen diese Medikamente nur nach ärztlicher Absprache eingenommen werden.

Aus diesem Grund sind alle Medikamente in Tablettenform verschreibungspflichtig. Auch Präparate mit Minoxidil sind rezeptpflichtig. Lediglich Präparate, die zur äußerlichen Anwendung auf der Kopfhaut produziert werden, wie beispielsweise Lösungen oder Schäume, sind rezeptfrei, jedoch apothekenpflichtig zu erhalten.

Warentest: Welche Tabletten sind die besten gegen Haarausfall?

Viele Mittel versprechen, gegen Haarausfall zu helfen, doch wirklich hilfreich sind die wenigsten. Stiftung Warentest hat Lösungen und Tabletten unter die Lupe genommen und bewertet. Dabei ist zunächst festzuhalten, dass kein Wirkstoff ohne Einschränkung zu empfehlen ist.

Am meisten helfen Produkte mit den Wirkstoffen Minoxidil oder Finasterid, die grundsätzlich für Medikamente in Tablettenform verwendet werden. Weitere Informationen zu Minoxidil erhalten Sie auf unseren Seiten „Minoxidil Vorher & Nachher: Minoxidil Erfolge“ und „Minoxidil Erfahrungen: Wie wird Minoxidil bewertet?„.

Daher haben Tabletten grundsätzlich einen Vorteil gegenüber anderen Darreichungsformen. Da die Medikamente allerdings häufig und teilweise starke Nebenwirkungen aufweisen, gibt es auch hier keine Tablette, die uneingeschränkt zu empfehlen ist. 2020 wurde von der Stiftung Warentest noch kein expliziter Test durchgeführt, sodass es keinen Testsieger geben kann.

Bei Ökotest schneiden jedoch sämtliche Tabletten mit Finasterid, wie beispielsweise Propecia, FinaHair oder Finasterid-ratiopharm mit der Note „gut“ ab. Die Wirksamkeit des Wirkstoffs konnte auch hier nachgewiesen werden, wobei ebenfalls die zahlreich auftretenden Nebenwirkungen negativ in den Test eingeflossen sind.

Quellen

  1. Haarausfall ist nicht gleich Haarausfall. Avoxa – Mediengruppe Deutscher Apotheker GmbH. URL: pharmazeutische-zeitung.de
  2. An open, randomized, comparative study of oral finasteride and 5% topical minoxidil in male androgenetic alopecia. Acra E et al; Dermatology. 2004;209(2):117-25. URL: ncbi.nlm.nih.gov
  3. Mysore, Venkataram. Finasteride and sexual side effects. Indian Dermatology Online, 01/2012. Indian Association of Dermatologists, Venereologists and Leprologists. URL: ncbi.nlm.nih.gov
  4. Kaufman, Keith u.a. Finasteride in the treatment of men with androgenetic alopecia. Journal of the American Academy of Dermatology Vol. 39, 10/1998. Elsevier Inc.
  5. PROSCAR 5 mg Filmtabletten. Beipackzettel. In; Apotheken Umschau. URL: www.apotheken-umschau.de
  6. Faris Azzouni, Alejandro Godoy, Yun Li, James Mohler: The 5α-Reductase Isozyme Family: A Review of Basic Biology and Their Role in Human Diseases. In: Advances in Urology. 2012.
  7. Evaluation of efficacy and safety of finasteride 1 mg in 3177 Japanese men with androgenetic alopecia. Sato A. et al; J Dermatol. 2012 Jan;39(1):27-32. URL: ncbi.nlm.nih.gov