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Bei den meisten vermeintlichen Haarwuchsmitteln fehlen die Nachweise (s. auch Haarwuchsmittel Test und Vergleich). Nur zwei Medikamente sind bei Haarausfall wirkungslos, so die Stiftung Warentest: Finasterid und Minoxidil. Bei regelmäßiger Einnahme sind erste Erfolge nach 3 bis 6 Monaten sichtbar (weitere Informationen zur Haarausfall-Behandlung: Haarsausfall bei Männern: Ursachen & Therapie der Alopezie).

Etwa 80 Prozent aller Männer leiden unter erblich bedingtem Haarausfall (s. auch Androgenetische Alopezie bei Männern). Finasterid (verschreibungspflichtig) und Minoxidil (rezeptfrei) können den erblich bedingten Haarausfall stoppen und – so unbelegte Anwenderberichte – den Haarwuchs sogar anregen. Minoxidil ist auch für Frauen geeignet.

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Was sind Finasterid und Minoxidil?

Finasterid und Minoxidil helfen beim Haarverlust. Bei der Mehrzahl der Anwender können die beiden wirkungsvollen Medikamente den Haarausfall stoppen und sogar rückgängig machen (s. auch Tabletten gegen Haarausfall bei Männern). Oftmals sollen mit den Haarwuchsmitteln auch der Wuchs der übrigen Körperhaare und der Barthaare angeregt werden.

Finasterid und Minoxidil

Was ist Minoxidil?

Minoxidil ist ein Medikament gegen-Bluthochdruck, das seit 1988 auch bei Haarausfall zugelassen ist. Der Wirkstoff Minoxidil ist in zahlreichen Medikamenten und Generika enthalten (s. auch Regaine für Männer: Schaum und Lösung gegen Haarausfall).

Als Blutdrucksenker wird Minoxidil in Tablettenform eingenommen. Als Haarwuchsmittel wird es jedoch äußerlich zur Förderung des Haarwuchses angewendet. Minoxidil wird bei Frauen und Männern in unterschiedlicher Dosierung angewendet. Der Wirkmechanismus ist noch nicht vollständig geklärt. Vermutet wird eine Wirkung auf die Durchblutung der Kopfhaut.

Was ist Finasterid?

Finasterid ist ein Wirkstoff bei gutartigen Prostatavergrößerungen. Es blockiert die 5-Alpha-Reduktase (Enzym) und verhindert so eine Umwandlung von Testosteron. Damit reduziert sich das Dihydrotestosteron – ein Androgen – das am Absterben von sensitiven Haarfollikeln beteiligt ist.

In geringer Dosis kann Finasterid den hormonell bedingten Haarausfall stoppen. Das Medikament wirkt allerdings nur, solange es eingenommen wird. Für Frauen ist der Wirkstoff wegen seiner Fötenschädigung nicht empfohlen (s. auch Finasterid 1mg gegen Haarsausfall kaufen ohne Rezept).

Zusammengefasst:

  • Haarausfall (androgenetische Alopezie) ist das allmähliche Ausdünnen und Lichten der Kopfhaare
  • 95 Prozent des männlichen Haarausfalls sind erblich bedingt
  • Männliche Sexualhormone (Androgene) beeinträchtigen den Haarwachstumszyklus
  • Finasterid und Minoxidil können dem Haarausfall nachweislich entgegenwirken

Die Wirkung im Vergleich

Finasterid wird bis zu 80 Prozent aus dem Darm aufgenommen. Der Wirkstoff geht in das Blut über und die Wirkung tritt etwa zwei Stunden nach der Einnahme ein. Finasterid wird über die Leber abgebaut und schließlich mit Urin und Stuhl ausgeschieden (s. auch Finasterid Wirkung – Wie schnell wirkt Finasterid nach Einnahme?).

Wirkung von Finasterid

Bei der Umwandlung von Testosteron durch das Enzym 5 Alpha Reduktase entsteht Dihydrotestosteron. Bindet sich dieses an bestimmte Andockstellen, kann es zu Haarausfall kommen. Finasterid hemmt das Enzym 5 Alpha Reduktase (5-Alpha-Reduktasehemmer) und senkt die Dihydrotestosteron-Konzentration. Damit nimmt die Prostatagröße ab und ein hormonell bedingter Haarausfall wird gestoppt.

Der Blutdrucksenker Minoxidil erweitert die herzfernen Blutgefäße. Das Antihypertensivum entspannt die Muskulatur in den Gefäßwänden, wodurch der Blutdruck sinkt. Bei der Einnahme in Tablettenform gehen mindestens 90 Prozent des Wirkstoffes vom Darm aus in das Blut über. Nach einer Stunde hat sich Minoxidil voll entfaltet.

Anschließend wird es in der Leber zu wasserlöslichen Stoffwechselprodukten abgebaut und mit dem Urin ausgeschieden. Die Hälfte des Wirkstoffes ist nach vier Stunden ausgeschieden.

In einer Studie wurde festgestellt, dass Minoxidil schneller wirkt, aber Finasterid langfristig das bessere Ergebnis erzielt. Beim Stoppen des Haarausfalls sind beide Medikamente gleich effektiv (Quelle: Archiv Dermatol. 2003; 139: 1219-1221)

Wie sind Finasterid und Minoxidil dosiert?

Finasteril und Minoxidil reichern sich im Körper an. Die Einnahme erfolgt über mehrere Monate, bis sich die Wirkung zeigt. Dies ist auch durch den langsamen Haarwuchs bedingt, bei dem sich Erfolge erst nach Wochen bzw. Monaten zeigen. Grundsätzlich sollten therapiefreie Intervalle sollten 72 Stunden nicht überschreiten.

Finasterid Filmtabletten mit 5 Milligramm täglich nehmen Männer bei einer gutartigen Prostatavergrößerung ein. Beim hormonell bedingten Haarausfall wird die übliche Tagesdosis von 1 Milligramm pro Tag verordnet (Handelsname: Propecia). Beim Vorliegen einer Leberfunktionsstörung ist die Dosis entsprechend zu reduzieren.

Bei Minoxidil beträgt die Tagesmaximaldosis 100 Milligramm bei einer Einnahme gegen Bluthochdruck. Bei Haarausfall werden üblicherweise Lösungen mit bis zu fünf Prozent Wirkstoffgehalt verabreicht. Frauen verwenden Schäume oder Lösungen mit zwei Prozent Minoxidil. Bei Kindern bis 12 Jahre beträgt die Initialdosis 0,2 Milligramm pro Kilogramm als Einzeloder Mehrfachgabe.

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Wie sind die Präparate anzuwenden?

Finasterid wird meist als Filmtablette verschrieben. In deren Kern befindet sich der Wirkstoff, weshalb die Tablette nicht zerteilt werden darf. Ein Schutzmantel bzw. Schutzfilm verhindert die ungewollte Aufnahme des Wirkstoffes über die Haut. 

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Die Einnahme von Finasterid erfolgt mit ausreichend Flüssigkeit (Wasser). Finasterid kann unabhängig von einer Mahlzeit eingenommen werden (s. auch Finasterid Dosierung, Einnahme und Anwendung).

Bei Bluthochdruck wird Minoxidil in Tablettenform verabreicht. Bei Haarausfall wird meist ein Schaum oder eine Lösung verordnet. Das im Medikament beigefügte Propylenglycol erhöht die Viskosität der Lösung, damit sich diese leichter auf der Kopfhaut verteilen lässt. Morgens und abends wird die Minoxidil-Lösung auf die gesunde und trockene Kopfhaut aufgetragen.

Minoxidil

Nach dem Auftragen die Hände gründlich waschen. Wird das Mittel abgesetzt, geht auch die Wirkung verloren. In den ersten Wochen kann bei der Anwendung von Minoxidil ein verstärkter Haarverlust auftreten

Finasterid vs. Minoxidil: Nebenwirkungen im Vergleich

Mögliche Minoxidil-Nebenwirkungen sind

  • Herzrasen
  • Herzbeutelentzündung (Perikarditis),
  • Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme),
  • Hypertrichose (vermehrtes Körperhaarwachstum im Gesicht, am Rücken oder auf den Armen),
  • Farbveränderungen der Haare oder
  • Flüssigkeitsansammlungen im Herzbeutel (Perikardergüsse) zählen

Vor allem zu Therapiebeginn kann der Blutdrucksenker bei zu hoher Dosierung oder zu schneller Dosissteigerung Schwächegefühl, Benommenheit und Schwindel verursachen.

Mit der topischen Anwendung von Minoxidil geht nur ein sehr geringer Teil des Wirkstoffes in das Blut über. Allerdings gelten die genannten Nebenwirkungen auch – in geringerem Umfang – für die Behandlung mit Minoxidil-Lösung und Minoxidil-Schaum.

Das Auftragen des Wirkstoffes auf die Haut kann Kopfschmerzen, Ekzeme, Reizungen und Entzündungen hervorrufen. Als systemische Nebenwirkung wird beispielsweise die Hypotonie berichtet.

Finasterid-Nebenwirkungen im Überblick

Bei einem bis zehn Prozent der Anwender kann Finasterid eine verminderte Libido und sexuelle Funktionsstörungen auslösen (s. auch Nebenwirkungen von Finasterid). Weniger als ein Prozent berichten von einem Spannungsgefühl in der Brust.

Sehr selten tritt Flüssigkeit aus der Brustdrüse aus oder es bilden sich Knoten in der Brust. Frauen dürfen wegen der fötenschädigenden Wirkung mit dem Arzneistoff Finasterid nicht in Kontakt kommen.

Finasterid vs. Minoxidil: Wechselwirkungen im Vergleich

Bekannt sind bisher keine klinisch relevanten Wechselwirkungen des Finasterids mit anderen Medikamenten. Vor Behandlungsbeginn sollten jedoch Tumore ausgeschlossen werden. Während der Finasterid-Behandlung können sich Laborwerte verändern, was ein frühzeitiges Erkennen von Tumoren erschwert.

Wird Minoxidil zusammen mit Neuroleptika (Medikamente gegen Psychosen) eingenommen, kann sich die blutdrucksenkende Wirkung des Medikaments verstärken. 

Die Wirkung von Antihypertonika wie Minoxidil und anderen Vasodilatoren können sich gegenseitig verstärken. Topische Mittel und Dermatika können die Aufnahme von Minoxidil durch die Haut verstärken und sind daher nicht zur gleichzeitigen Anwendung empfohlen.

Finasterid vs. Minoxidil: Gegenanzeigen im Vergleich

Grundsätzlich ist Finasterid für Frauen nicht geeignet. Finasterid sollte insbesondere nicht von Schwangeren und Frauen, die schwanger werden können eingenommen werden. Die Tabletten dürfen nicht geteilt oder gemörsert werden. Auch der Kontakt mit männlichem Sperma ist zu vermeiden, denn dort ist Finasterid nachweisbar.

Bei Kontakt eines Ungeborenen mit dem Wirkstoff kann es zu Missbildungen der äußeren Geschlechtsmerkmale kommen. Vor der Einnahme von Finasterid sollte die Möglichkeit eines Tumors ausgeschlossen werden. Finasterid verändert bestimmte Marker und nach einer Einnahme ist die Identifizierung von bösartigem Prostatagewebe nicht mehr möglich.

Eine regelmäßige Kontrolle des Brustgewebes muss während der Einnahme sichergestellt sein.

Auch Minoxidil sollte nicht bei Überempfindlichkeit auf den Wirkstoff eingenommen werden. Bei Frauen liegen zu den Gegenanzeigen bei einer Einnahme während Schwangerschaft und Stillzeit nur begrenzte Daten vor. Minoxidil geht in die Muttermilch über.

In Tierversuchen zeigt sich Minoxidil reproduktionstoxisch, kann also die Fortpflanzung beeinträchtigen.

Kinder unter 12 Jahren sollten nur unter strenger ärztlicher Aufsicht mit einem Blutdrucksenker wie Minoxidil behandelt werden.

Minoxidil darf nicht eingenommen werden bei

  • Pulmonaler Hypertonie aufgrund einer Mitralstenose
  • Phäochromozytom

Sind die Wirkstoffe verschreibungspflichtig?

Finasterid ist verschreibungspflichtig. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist Finasterid nur mit Rezept vom Arzt in der Apotheke erhältlich (s. auch Finasterid rezeptfrei: Finasterid ohne Rezept bestellen).

Der Arzt bestimmt die Höhe der Dosis und die Darreichungsform (Tabletten, 1 oder 5 Milligramm Wirkstoffgehalt). Die Verschreibungspflicht des Medikaments macht einen Besuch beim Arzt erforderlich, bei dem Vorerkrankungen (z.B. Brustkrebs) ausgeschlossen werden.

Der Wirkstoff Finasterid wird unter verschiedenen Handelsnamen angeboten. Finasterid ist in Deutschland unter FinaHAIR, Finamed, Finascar, Finural, Propecia, Proscar sowie als zahlreiche Generika erhältlich (Propecia Generika in Deutschland kaufen & Propecia Generika Preisvergleich).

Minoxidil-Schaum und Lösung werden in Dosierungen von 2 und 5 Prozent angeboten. Zur äußeren Anwendung sind Minoxidil-Lösungen bis 5 Prozent nicht verschreibungspflichtig. Der Wirkstoff ist in zahlreichen Produkten in unterschiedlicher Dosierung enthalten.

Gegen Haarausfall ist Minoxidil beispielsweise unter den Handelsnamen Alopexy, Regaine und Neocapil auf dem Markt. Regaine ist auch als Schaum erhältlich.

Erfahrungen von Finasterid und Minoxidil im Vergleich

Die Bewertung der Behandlung mit Propecia (Wirkstoff Finasterid) ist durchaus positiv. Auf Sanego.de wurde Propecia von 96 Prozent aller Befragten zur Behandlung des Haarausfalls verwendet. 50 Prozent nahmen Proscar ein, 35 Prozent Finasterid Hexal und 15 Prozent wurden mit Finural behandelt.

Erfolge von Finasterid Propecia

Alleine Finasterid Hexal wurde lediglich mit „Befriedigend“ bewertet. Patienten kommentieren häufig zum Libidoverlust oder Depressionen, die während der Behandlung auftreten. Andere berichten wiederum von jahrzehntelanger Einnahme mit gutem Erfolg und ohne einschränkende Nebenwirkungen.

Eine Übersicht auf Sanego.de zeigt bei der Anwendung von Regaine (Wirkstoff Minoxidil) ein weitaus variableres Bild, doch ist die geringe Zahl der Benutzer (unter 10) zu berücksichtigen. Die Bewertung für Regaine ist insgesamt nur „Befriedigend“. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf unseren Seiten “Minoxidil Erfahrungen: Wie wird Minoxidil bewertet?” und “Minoxidil Vorher & Nachher: Minoxidil Erfolge”.

Das Medikament „Loniten“ wurde sogar als „Weniger gut“ bewertet. Lonolox erreichte ein „Gut“, Minoxidil ein „Befriedigend“. In den Kommentaren wird es „Wirkungslos“ bezeichnet, ein Benutzer klagte über Hautstörungen, ein anderer über einen vermehrten Haarausfall – doch dieser ist zu Beginn der Anwendung zu erwarten.

Quellen

  1. Neu auf dem Markt: HAARWUCHSMITTEL MINOXIDIL (REGAINE). In: arznei-telegramm. Herausgeber: A.T.I. Arzneimittelinformation Berlin GmbH vertreten durch den Geschäftsführer Wolfgang BECKER-BRÜSER. URL: www.arznei-telegramm.de
  2. SELBSTMEDIKATION: Falsche Versprechungen lassen keine Haare wachsen. In: Deutsche Apotheker Zeitung (DAZ). URL: www.deutsche-apotheker-zeitung.de
  3. Prof. Dr. Hans Wolff, München, Dr. Christian Kunte, München und Dr. Uwe Schwichtenberg, Bremen: Seminar „Interdisziplinäres Management der androgenetischen Alopezie“ anlässlich der 14. Jahrestagung der GD – Gesellschaft für Dermopharmazie e. V., Berlin, 24. März 2010, veranstaltet von der Johnson & Johnson GmbH, Neuss.
  4. Mella J.M., Perret M.C., Manzotti M., Catalano H.N., Guyatt G. Efficacy and safety of finasteride therapy for androgenetic alopecia: a systematic review. Arch Dermatol, 2010, 146(10), 1141-50.
  5. Fachinformationen Propecia 1mg Filmtabletten. MSD SHARP & DOHME GMBH. URL: msd.de
  6. Nur Finasterid und Minoxidil helfen gegen den Kahlschlag. Deutscher Apotheker Verlag Dr. Roland Schmiedel GmbH & Co. KG. URL: deutsche-apotheker-zeitung.de