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Finasterid ist ein Wirkstoff, der bei verschiedenen Symptomen des Mannes angewandt wird. So wird Finasterid beispielsweise bei einer gutartigen Vergrößerung der Prostata eingesetzt (Handelsname: Proscar). Hormonell bedingter Haarausfall ist ebenfalls eine Indikation für eine niedrig dosierte Einnahme von Finasterid (Handelsname: Propecia).

Das Post-Finansterid-Syndrom beschreibt einen Symptomkomplex, dessen Ursache in der Einnahme von Finasterid liegt. Der Nebenwirkungskomplex ist umfangreich und hält mitunter längere Zeit nach dem Absetzen des Medikaments an. 

Was bedeuten das Post-Finasterid-Syndrom?

Ärzte definieren das Post Finasterid Syndrom als eine Nebenwirkung von Medikamenten, die den Wirkstoff Finasterid enthalten. Der 5-Alpha-Reduktase-Hemmer wird bei Haarausfall (s. auch Finasterid 1mg gegen Haarsausfall kaufen ohne Rezept) und gutartiger Vergrößerung der Prostata eingenommen (Finasterid 5mg kaufen: Definition, Preis & Erfahrungen). Durch eine Verhinderung der Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron werden lästige Symptome gestoppt, der Haarausfall (Alopezie) bei Männern wird beendet. 

Bislang gibt es keine genauen Angaben über die Häufigkeit des Post Finasterid Syndroms, doch sowohl die Medien, als auch Patienten berichten immer wieder darüber. Bislang gehen Mediziner davon aus, dass die Dunkelziffer bedeuten höher ist, als die tatsächlich gemeldeten Fälle. 

Nicht bei jedem Patienten sind die Symptome des Post Finasterid Syndroms gleichermaßen ausgeprägt. Einige, den Nebenwirkungen zugeordneten, Symptome sind eine logische Konsequenz der Einnahme. Die Wirkung von Finasterid basiert auf einer Herabsetzung der Wirkung des männlichen Testosterons. 

Infolgedessen kann es zu einem Androgenmangel kommen, der Symptome auslöst. Dieser müsste sich jedoch nach der Beendigung der Finasterid Einnahme zurückbilden. In einigen Fällen ist das aber nicht der Fall, so dass die Symptome als Post Finasterid Syndrom zusammengefasst werden. 2015 wurde das Syndrom als anerkannte und zugleich seltene Krankheit ins Informationscenter des U.S. National Institutes of Health eingetragen. 

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Symptome vom Post Finasterid Syndrom

Das Post Finasterid Syndrom zeigt sich durch einen Symptomkomplex, der unterschiedlich stark ausgeprägt sein kann. Die betroffenen Männer leiden unter einer Herabsetzung ihrer Libido, die oftmals mit Impotenz einhergeht.

Außerdem verlieren sexuelle Reize ihre Wirkung und es kommt zu Schwierigkeiten bei der Erektionsbildung. Bei einigen Männern verkrümmt sich der Penis, außerdem kann sich eine Gefühlstaubheit einstellen. Der Orgasmus, wenn er erzielt werden kann, wird abgeschwächt erlebt, außerdem verkleinern sich in vielen Fällen die Hoden. 

Bei einigen betroffenen Männern kommt es zu Schmerzen im Bereich der Hoden. Durch den Rückgang des Testosterons kann eine Gynäkomastie entstehen. Hierbei handelt es sich um die Bildung einer Brust beim Mann. Weitere Symptome können sein: 

  • Müdigkeit und Abnahme der Leistungsfähigkeit
  • Schwäche der Muskulatur
  • trockene Haut, Rötungen
  • Konzentrationsschwäche und Depressionen
  • Angstattacken
  • Schlafstörungen
  • Kopfschmerzen und gestörter Nachtschlaf

Die Symptome treten nicht nur während der Einnahme des Medikaments auf, sondern auch darüber hinaus. In einigen Fällen ist der Symptomkomplex dauerhaft vorhanden. Bislang ist nicht bekannt, warum die Symptomatik nach Beendigung der

Therapie nicht zurückgeht. Vermutungen zur Folge liegt ein Defekt an den Androgenrezeptoren vor. Nicht alle Symptome müssen beim Post Finasterid Syndrom auftreten. Bei einigen Betroffenen beeinträchtigen die Symptome das komplette Leben, andere wiederum leiden kaum oder nur geringfügig darunter.

Auch das Auftreten eines einzigen Symptoms, wie beispielsweise Erektionsstörungen, können in Zusammenhang mit Finasterid gebracht und somit unter dem Namen Post Finasterid Syndrom klassifiziert werden. 

Was sind die PFS Ursachen?

Die Ursache und damit der Auslöser des Post Finasterid Syndroms ist die Einnahme von finasteridhaltigen Medikamenten. Es entstehen Nebenwirkungen, die sich auch nach Beendigung der Einnahme nicht zurückbilden.

Bei Finasterid handelt es sich um einen 5-alpha-Reduktase-Hemmer, der verhindert das Testosteron in Dihydrotestosteron umgewandelt wird. Dihydrotestosteron ist verantwortlich dafür, dass Testosteron im Körper Wirkung zeigt. Wenn einer der beiden Metaboliten fehlt, bilden sich Symptome aus, die an einen Testosteronmangel erinnern. 

Propecia DHT

DHT, das deutlich stärkere Testosteron, ist für die Vermännlichung des Körpers verantwortlich. Wenn eine genetische Veranlagung hierfür vorliegt, kann ein Überschuss an DHT für hormonell bedingten Haarausfall sorgen. Durch die Einnahme von Finasterid wird verhindert, dass Testosteron in DHT umgewandelt wird. Somit werden Symptome wie Haarausfall unterbunden. 

Wie häufig ist das Post Finasterid Syndrom?

Bislang sind sich Mediziner unsicher darüber, wie viele Fälle des Post Finasterid Syndroms es gibt. Insgesamt tritt das Syndrom selten auf, die Dunkelziffer ist jedoch unbekannt. Seit April 2012 muss in der USA die Anzahl der bekannten Fälle in der Packungsbeilage sichtbar sein. Wissenschaftler und Patienten fordern, dass weitere Studien durchgeführt werden. 

Was sagen die Studien zum Post Finasterid Syndrom?

Patienten, die unter dem Post Finasterid Syndrom leiden, zeigen eine überhöhte Aktivität im Bereich der neuronalen Netze für ihre Libido. Gleichzeitig ist in den Gehirnbereichen, die mit sexuellen Reizen verbunden werden, verminderte Aktivität nachgewiesen worden. Da diese Befunde allesamt widersprüchlich sind, wären neurologische Veränderungen denkbar. In Studien wurden zudem Aktivitäten in Gehirnarealen nachgewiesen, die einer Depression ähneln. 

Bei betroffenen PFS Patienten wurde das Androgenrezeptor-Gen untersucht. Das Ergebnis war ein deutlicher Zusammenhang zwischen auftretenden Symptomen und Anzahl der Repeats. Wiesen Patienten besonders kurze oder besonders lange Repeats auf, war trockene Haut ein häufiges Symptom. Bei mittleren Repeats kam es stattdessen häufig zu MIssempfindungen des Penis. 

Ein Forscherteam konnte herausfinden, dass eine niedrige Libido und Erektionsprobleme bei Männern häufiger auftrat, wenn sie das Medikament zwischen dem 16 und dem 42 Lebensjahr einnahmen. Die Dosis lag im Mittel bei 1,25 mg und zuvor waren keine sexuellen Funktionsstörungen bekannt. Auf der Seite „Finasterid Erfahrungen: Wie wird Finasterid bewertet?“ haben wir weitere Informationen zusammengestellt.

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Finasterid absetzen: die möglichen Folgen

Finasterid kann bei Beendigung der Therapie abgesetzt werden. Da durch die Einnahme die Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron gehemmt wurde, verändert sich der Hormonspiegel durch das Absetzen wieder. Es dauert etwa 14 Tage, bis der Dihydrotestosteronwert wieder seinen Ausgangslevel erreicht hat.

Bei einigen Patienten kann sich nach Beendigung der Therapie das Post-Finasterid-Syndrom entwickeln. Dies ist auch möglich, wenn während der Einnahmedauer keinerlei Nebenwirkungen auftraten. Wie lange diese anhalten und ob sie sich wieder zurückbilden, ist nach jetzigem Stand der Forschung nicht voraussehbar. 

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Wenn es nach dem Absetzen von Finasterid zu Symptomen des PFS kommt, ist es hilfreich einen Arzt aufzusuchen. Inbesondere wenn schon während der Einnahme des Medikaments Libidoverlust, Erektionsstörungen und ähnliche Symptome bemerkt wurden, sollte ein Arzt die Beendigung der Therapie kontrollieren. 

Symptome, die zur Einnahme von Finasterid geführt haben, treten nach Beendigung der Therapie in fast allen Fällen wieder auf. Der gestoppte Haarausfall wird weiter fortschreiten, zurückgegangenes Prostatagewebe kann wieder weiterwuchern. Auf der Seite „Mittel gegen Haarausfall für Männer“ haben wir weitere Informationen zur Haarausfall-Behandlung zusammengestellt.

Quellen:

  1. Tina Kiguradze, William H. Temps, Paul R. Yarnold, John Cashy, Robert E. Brannigan: Persistent erectile dysfunction in men exposed to the 5α-reductase inhibitors, finasteride, or dutasteride. In: PeerJ. Band 5, 9. März 2017.
  2. Dr. Doris Uhl, Chefredakteurin der DAZ: Post-Finasterid-Syndrom: ein neues Rätsel. In: Die Deutsche Apotheker Zeitung (DAZ). URL: www.deutsche-apotheker-zeitung.de
  3. Roberto Cosimo Melcangi, Daniele Santi, Roberto Spezzano, Maria Grimoldi, Tommaso Tabacchi: Neuroactive steroid levels and psychiatric and andrological features in post-finasteride patients. In: The Journal of Steroid Biochemistry and Molecular Biology.
  4. M. C. Uygur, A. I. Arik, U. Altuğ, D. Erol: Effects of the 5 alpha-reductase inhibitor finasteride on serum levels of gonadal, adrenal, and hypophyseal hormones and its clinical significance: a prospective clinical study. In: Steroids. 1998; 63, S. 208–213.
  5. C. V. Oztekin, S. Gur, N. A. Abdulkadir, U. Lokman, A. Ö. Akdemir, M. Cetinkaya, W. J. Hellstrom: Incomplete recovery of erectile function in rat after discontinuation of dual 5-alpha reductase inhibitor therapy. In: J Sex Med. 2012; 9, S. 1773–1781.